ARE008 Ein bewusster Umgang mit sich selbst

ARE008 Ein bewusster Umgang mit sich selbst

In Abenteuer Resilienz am 27.06.2016 von Peter Beer

Meine Freunde, durch die Entwicklung der lieblichen Klarheit der Achtsamkeit vermögt ihr, das Greifen nach Vergangenheit und Zukunft zu überwinden, Anhaftung und Abneigung hinter euch zu lassen und alles ängstliche Streben zu unterlassen, sodass sich die unerschütterliche Freiheit des Herzens einstellt, hier und jetzt - Buddha

ARE008 Ein bewusster Umgang mit sich selbst

„Meine Freunde, durch die Entwicklung der lieblichen Klarheit der Achtsamkeit vermögt ihr, das Greifen nach Vergangenheit und Zukunft zu überwinden, Anhaftung und Abneigung hinter euch zu lassen und alles ängstliche Streben zu unterlassen, sodass sich die unerschütterliche Freiheit des Herzens einstellt, hier und jetzt“ (Buddha).

Willkommen beim Abenteuer Resilienz

In diesem Podcast erfährst du:

Warum Achtsamkeit ein fester Bestandteil im Leben eines jeden Menschen werden sollte.

+ Eine Achtsamkeitsübung

Podcast:

Der Mensch lebt auf Autopilot

Forschungsergebnisse der Harvard University zeigen, dass der moderne westliche Erwachsene durchschnittlich 74 % seiner wachen Zeit nicht darauf achtet, was er tut. Wenn man es genau betrachtet, ist es traurig: Wir verbringen fast drei Viertel unseres wachen Lebens unbewusst. Wir arbeiten mit unserem Körper, während unser Geist wandert, träumt, die Zukunft plant oder in der Vergangenheit steckt. Dadurch entgehen uns nicht nur die vielen schönen und wertvollen Momente des Alltags, dieses Verhalten erzeugt auf Dauer auch ein Gefühl der Unzufriedenheit.

In diesem Podcast möchte ich zeigen, wie wertvoll ein bewusster Umgang mit dem Alltag ist, und zeigen, wie wir durch fokussierte Achtsamkeit die Verbindung von Körper, Geist und der Welt um uns herum stärken.

Eine kraftvolle Verbindung von Körper und Geist ist die Basis für ein gesundes Leben

Diese Verbindung von Körper, Geist und Umwelt ist die so wichtige Basis, um Balance und Widerstandskraft gewinnen zu können.

Der Begriff Achtsamkeit hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Popularität gewonnen. Dabei bedeutet er nicht mehr, als sich dessen bewusst zu sein, was gerade in unserem Körper und außen herum passiert, ohne es zu bewerten. Es bedeutet, seine Präsenz dem jetzigen Augenblick zu widmen.

Alte Denkmuster sind mächtig  

Leichter gesagt als getan im Trubel des Alltags. Besonders in sehr stressbehafteten Situation verfallen wir schnell in alte Verhaltens- und Denkmuster zurück. Bevor wir uns versehen, verhalten wir uns so, wie wir es immer getan haben. So berichtet eine Teilnehmerin meines Seminars, die ihre Achtsamkeit trainieren möchte: Jedes Mal, wenn ihr Vorgesetzter sie im Teammeeting auffordert, ihre Ergebnisse zu präsentieren, schnellt ihr Puls auf 180, sie fängt an zu schwitzen und ist nicht mehr in der Lage, sich wie gewohnt auszudrücken. Geistig hat sie längst begriffen, dass ihr Verhalten unsinnig ist. Niemand möchte ihr etwas Schlechtes und ihr Vorgesetzter hat sie bisher immer unterstützt. Trotzdem übernehmen alte Reaktionsmuster und Prägungen die Kontrolle.

Neurobiologisch lässt sich dieses Verhalten leicht erklären. Sobald Stresshormone in unseren Kreislauf schießen, greift unser Gehirn auf altbekannte Programme zurück, um sich aus der vermeintlichen Notsituation zu retten. Ältere, tiefliegende instinktive Gehirnareale übernehmen die Oberhand. Der präfrontale Kortex, ein noch relativ neues Gehirnareal des Menschen, welches das bewusste Denken und Wahrnehmen gewährleistet, wird heruntergefahren.

Alte Muster, welche sich über Jahre und Jahrzehnte eingeschliffen haben, können nicht so einfach über Nacht verändert werden; sie haben sich tief in unsere neuronale Datenautobahn eingefahren. Mit etwas Übung ist es trotzdem möglich, neue Wege zu gehen. Der Schlüssel dazu ist eine achtsame Haltung.

Achtsamkeit lässt sich trainieren

Durch regelmäßiges Achtsamkeitstraining, um im Idealfall eine dauerhafte achtsame Haltung zu erreichen, stärken wir Stück für Stück den präfrontalen Kortex und gewinnen damit die Fähigkeit, die für die emotionalen Ausbrüche verantwortliche Amygdala zu regulieren. Dabei werden die Emotionen und Regungen nicht unterdrückt. Die Interpretation der Emotion verändert sich. Dadurch zeigen wir bewusst der Amygdala, dass sie in diesem Moment etwas überreagiert hat. Mit der Zeit lernt diese, nicht mehr so heftig zu reagieren, und bleibt auch in anspruchsvolleren Situationen entspannt. Richard J. Davidson, ein US-amerikanischer Hirnforscher, beschreibt es so: „Alles, was die Gehirnforschung heute weiß, indiziert, dass es nicht anders ist, als Geige zu lernen. Wenn Sie täglich üben, werden Sie besser.“

Diese Form des Fokus aktiviert einen biologischen Mechanismus, der den Körper in einen ausgeglichenen Zustand versetzt.

Studien zeigen, dass achtsame Praxis, sowohl bei Angststörungen, Depressionen, Drogenabhängigkeit als auch anderen kognitiven Dysregulationen hilft. Weitere Untersuchungen zeigen, dass durch eine tägliche achtsame Praxis die Flexibilität, Resilienz und das Einfühlungsvermögen auf andere steigt. Achtsamkeit sorgt für emotionale Stabilität.

Achtsamkeit ist Meditation in Action

Um die Balance und eine innere Ruhe in Ihr Leben bringen zu können, brauchen Sie nicht monatelang in ein Kloster gehen und dort mit verschränkten Beinen meditieren. Dies können Sie auch jetzt schon erreichen. Mit täglichen Achtsamkeitsübungen werde ich Sie dabei unterstützen, mehr Erfüllung und Befreiung in Ihrem Leben zu finden.

Besonders für Menschen, die nie Zeit haben, ist dieses Training essenziell. Denn es ist etwas, das wir nicht noch zwischen den überquellenden Terminplan, Beruf und die Alltagsverpflichtungen quetschen müssen. Es lässt sich immer und überall trainieren. Wir brauchen dazu nur bewusst unseren Fokus auf das richten, was in dem jetzigen Moment passiert. Achtsamkeit kann ein Teil des Tages selbst werden.

Übung:

Die 4-W-Übung 

Sie brauchen ein Smartphone, welches Sie jede Stunde, von morgens bis abends an diese 20-Sekunden-Übung erinnert. Sollten Sie kein Smartphone besitzen, suchen Sie sich einfach ein Armband, welches Sie am Handgelenk tragen. Jedes Mal, wenn das Handy Sie erinnert oder Sie auf Ihr Armband schauen, folgen Sie den 4 W:

  1. Wahrnehmen. Nehmen Sie bewusst wahr, wo Sie sich befinden. Nutzen Sie Ihre 5 Sinne dafür. Was sehen Sie? Was hören Sie? Was fühlen, schmecken oder riechen Sie? Konzentrieren Sie sich auf Ihre Sinne und nehmen Sie wahr, was gerade passiert. Wichtig: Nicht interpretieren oder beurteilen! Bleiben Sie voll und ganz mit Ihrer Aufmerksamkeit beim Wahrnehmen. Indem Sie sich auf Ihre Sinne konzentrieren und nur wahrnehmen, was passiert, bringen Sie Ihren Geist automatisch zur Ruhe.
  2. Wie fühle ich mich? Fühlen Sie kurz in sich hinein. Nehmen Sie bewusst wahr, wie Sie sich fühlen. Hier ganz wichtig: Genau wie beim ersten W nehmen Sie Ihr Gefühl einfach nur wahr, ohne dieses zu verurteilen oder zu bewerten. Nehmen Sie es einfach so wahr, wie es sich gerade zeigt. Nicht mehr und nicht weniger.
  3. Warten. Schauen Sie, was passiert, wenn Sie Ihr Gefühl eine Weile einfach nur beobachten. Kommen die Gedanken wieder, lassen Sie sie vorbeiziehen wie eine Wolke. Konzentrieren Sie sich wieder auf das Beobachten.
  4. Wahrnehmen. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit wieder bewusst auf die Welt um Sie herum. Folgen Sie jedem Sinneskanal (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen) noch einmal. Dadurch zentrieren Sie sich wieder im jetzigen Moment.

Diese einfache Übung kann überall durchgeführt werden. Indem wir uns regelmäßig am Tag diese 20-Sekunden-Pause des Bewusstwerdens gönnen, entwickeln wir eine bessere Wahrnehmung gegenüber uns selbst und der Welt um uns herum. Probieren Sie es aus und machen Sie sich selbst das Geschenk der 4-W-Übung, um mehr Bewusstsein und Klarheit in Ihren Alltag zu bringen.

 

Mehr dazu:

Wenn dich das Thema mehr interessiert, hole dir mein neues Buch “Radikal stressfrei” Ab 14.7 im Handel. Mit diesem Buch bringst du deinen Geist, deinen Körper und deine Emotionen in Balance. Oder du schaust auf meine Homepage www.Peter-Beer.de . Dort findest du viele freie Videotrainings, weitere Podcasts, Blogbeiträge und mehr.

 

Hier zu meinem neuen Buch "Radikal STRESSFREI"

 

Ende

Bis zum nächsten Mal! Shownotes auf meinem Blog www.Inspirationsblog.de oder dem Abenteuer Leben

Bis zum nächsten Mal!

Bis dahin leb achtsam, kraftvoll und genieß das Leben!

Dein Peter Beer

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Podcast und weiteres

Dauer: 6:34 Minuten
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