Die 30-Tage-Nicht-Jammern-Challenge.

Die 30-Tage-Nicht-Jammern-Challenge.

In Abenteuer Persönlichkeit am 04.08.2016 von Roland Kopp-Wichmann

Jammern ist allgegenwärtig. Bei uns selbst und bei anderen. Aber warum ist das so? Und kann man das eigene Jammern auch reduzieren? Und wenn ja, wie?

Es gibt nicht nur Passiv-Rauchen. Sondern auch Passiv-Jammern.

jammern, klagen, opferstatus, selbstveratnwortung

Jammern überfällt uns ganz von selbst. Achten Sie mal darauf bei den täglichen Gesprächen:

  • Morgens beim Bäcker („Wie geht’s?“ „Muss ja.“)
  • Im Wartezimmer beim Arzt („Muss man hier immer so lange warten?“)
  • In der Kaffeepause bei der Arbeit („Ich weiß gar nicht, wie ich mein Pensum schaffen soll, aber meinem Chef ist das ja egal.“)
  • In Meetings („Haben Sie meine Mail nicht gekriegt? Sie waren doch auf CC. Wer lesen kann, ist im Vorteil.“)
  • Wenn Sie nach Hause kommen („Hast du etwa vergessen, Brot mitzubringen? Wenn man sich auf dich mal verlässt.“)

Dauernd wird geklagt und gejammert.

Dafür gibt es einen guten Grund. Nichts schafft schneller Kontakt zwischen Menschen als das gemeinsame Klagen. Wer dagegen sagt, dass es im gut geht oder was ihm heute gut gefiel, erlebt eher Distanz, Argwohn – und ein Jammeranfall des Anderen.

Probieren Sie es aus. Gehen Sie morgens ins Büro und sagen Sie:

  • „Toll. Heute kein Stau und ich brauchte nur 15 Minuten durch die Stadt.“
    Reaktion: „Na toll. Dafür konnte ich eine halbe Stunde in der U-Bahn stehen.“
  • „Was für ein schöner sonniger Tag.“
    Reaktion: „Wenn‘ so heiß ist, gibt’s sicher noch ein Gewitter.“
  • „Die Umsatzzahlen für das letzte Quartal sehen wieder sehr gut aus.“
    Reaktion: „Na, dann können sich unsere Aktionäre ja mal wieder freuen.“

Es ist wie bei der Zeitung: Only bad news are good news.

Forscher halten das für unser biologisches Erbe. Indem wir uns auf das Negative fokussieren, würden wir uns Augenmerk verstärkt auf Gefahren richten – um zu überleben.

Hmm.

Aber Jammern und Klagen hat auch einen hohen Preis.

Wie Sie Ihr Jammern reduzieren können, hören Sie auf meinem Podcast.

Diesen Beitrag können Sie nachlesen auf meinem Persönlichkeits-Blog.

 

Was passiert, wenn Sie an der Bushaltestelle jammern?

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