Nichts ist selbstverständlich.

Nichts ist selbstverständlich.

In Abenteuer Persönlichkeit am 11.01.2017 von Roland Kopp-Wichmann

„Bester Service ist für uns selbstverständlich.“ Klar, ist das nett und komfortabel, aber ist es selbstverständlich? Je mehr man für selbstverständlich hält, umso mehr werden die Ansprüche in die Höhe geschraubt. Denn das „Normale“ ist ja schon selbstverständlich. Erst das Außergewöhnliche zählt. Doch das ist ein gefährlicher Weg, denn auch das Außergewöhnliche wird irgendwann zum normalen Angebot – und damit auch wieder selbstverständlich.

Warum nichts selbstverständlich ist.

Endspurt an der Kasse der Buchhandlung. Menschen bepackt mit Taschen drängeln. Fast alle wollen ihre Buchgeschenke schön einpacken lassen. Es kommt zum Stau an der Einpackstation.

„Warum haben Sie denn nicht mehr Personal eingesetzt?“, beschwert sich ein ungeduldiger Kunde. „Aber wir haben schon drei Mitarbeiterinnen hier zum Verpacken“, versucht sich die Kassiererin zu rechtfertigen.

Doch der Kunde lässt nicht locker: „Es ist doch wohl selbstverständlich, dass Sie in solchen Stoßzeiten genügend Personal vorhalten.“

Da war es wieder.

Schon seit geraumer Zeit fällt mir auf, dieses „Das ist doch selbstverständlich.“ Es beinhaltet einen Anspruch, dass die Dinge in einer bestimmten Weise zu laufen haben.

Aber ist es das wirklich?

Hören Sie mehr dazu auf diesem Podcast.

Diesen Beitrag können Sie nachlesen auf meinem Persönlichkeits-Blog

 

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