Wie Sie einen Burnout und den Rückfall vermeiden.

Wie Sie einen Burnout und den Rückfall vermeiden.

In Abenteuer Persönlichkeit am 18.09.2016 von Roland Kopp-Wichmann

Ein Burn-out kommt aber nicht über Nacht, sondern entwickelt sich innerhalb von mehreren Jahren. Oft sind es Menschen, die mit hohen Idealen ihre Arbeit beginnen und sich mit den Jahren an der Realität des Arbeitslebens aufreiben. Die Symptome werden dabei immer stärker und zahlreicher, werden aber tapfer ignoriert oder heruntergespielt. Dann kommt ein harmloser Auslöser und man rutscht in einen akuten Burnout-Zustand. Ob Sie schon gefährdet sind, erfahren Sie in diesem Podcast.

Wie Sie sich vor einem Burnout oder Rückfall schützen.

Der Burnout entwickelt sich zur Volkskrankheit. Medien und Buchhandelsregale sind voll mit Tipps und Hilfen. Fast jeder kennt in der Firma oder im Bekanntenkreis Menschen, die der Burnout erwischt hat – und die oft für viele Monate ausfallen. Liegt’s wirklich am Smartphone, der Digitalisierung oder gar der Globalisierung?

Aus meiner Erfahrung mit vielen Seminarteilnehmern geht das am besten so:

    • Übertriebener Perfektionismus.
      In manchen Bereichen sind hundertprozentige Ergebnisse notwendig. Bei einer Operation, wenn jemand ein Flugzeug steuert, wenn der Restaurantkritiker das Lokal betritt.
      Doch für die meisten Bereiche des Lebens reichen achtzigprozentige Lösungen völlig aus. Das wird zwar nirgends laut gesagt aber es ist trotzdem so. Selbst die Bundesregierung erlässt Gesetze, die öfters nachgebessert werden müssen. Nach der Paretoregel brauchen sie aber für eine achtzigprozentige Lösung nur zwanzig Prozent der Zeit. Lesen Sie hier nach …

      Übertriebener Perfektionismus hat meist mit dem Gefühl, noch etwas beweisen zu müssen, zu tun. Dass man klug ist, mithalten kann, Außerordentliches leisten kann, etwas wert ist etc. Letztlich hat es mit Unsicherheiten und unbewussten Ängsten zu tun.
      Lesen Sie hier …
    • Die Verleugnung von Grenzen.
      Wir leben in einer Zeit, wo Grenzen keinen guten Ruf haben. „Geht nicht, gibt’s nicht!“ oder „Nichts ist unmöglich!“ sind Slogans, die wir oft hören und bei manchen Menschen zur inneren Richtschnur geworden sind.

      Doch alles hat Grenzen. Selbst das Universum soll ja nicht unendlich sein. Aber alles was auf der Erde existiert, hat Grenzen und Menschen allemal. Grenzen der Kraft, der Energie, der Zeit, der Lust, der Motivation.
      Menschen mit der Tendenz zu Burnout empfinden Signale auf eigene Grenzen nicht als nützliche Information oder Erlaubnis, sondern als Kränkung. Und versuchen zu zeigen, dass das für sie nicht stimmt. Selbst wenn der Körper dann nach Jahren Erschöpfungssymptome oder Verschleißsymptome zeigt, wird dies oft nicht als Hinweis auf eine gefährliche Überlastung verstanden, sondern als persönliches Versagen, das tapfer verschwiegen oder repariert werden muss.

    • Ein mechanistisches Bild von sich selbst.
      Die Stärke von Vielarbeitern ist, dass sie jahrelang klaglos funktionieren. Wie eine Maschine. Wenn Maschinen Ausfälle zeigen oder kaputt gehen, werden sie repariert. Und die moderne Medizin kann ja tatsächlich heute vieles „reparieren“.
      Doch für wen sein Herz nur eine Pumpe, sein Knie nur ein Scharnier und seine Bandscheibe nur ein Knorpel ist, neigt dazu, diesen Teil des eigenen Körpers eben auch nur zu reparieren oder zu ersetzen, anstatt sich Gedanken zu machen, wie es dazu kam.
      „Funktionieren müssen“ ist eine unbewusste Strategie, die man meist schon in der Kindheit lernt. In einem Elternhaus, in dem nur Leistung zählte, Beschwerden und Unlust als „Schwäche“ oder „Gejammer“ abgetan wurden. Da lernte man dann früh, hart zu sich selbst zu werden und alle „weichen“ Gefühle zu unterdrücken. Für diese Entfremdung von sich selbst zahlt man jedoch irgendwann einen  hohen Preis.
    • Probleme im Privatleben.
      Beruf und Privatleben beeinflussen sich gegenseitig. Zu viel Arbeit und dadurch Zeitmangel wirken sich als fehlende Zeit für die Partnerschaft und die Familie aus. Umgekehrt kann ein glückliches Privatleben der Anlass sein, seine Werte bezüglich Leistungsbereitschaft und Überstunden zu überdenken.
      Bei vielen Menschen mit Neigung zum Burnout gibt es Probleme im Privaten. Ungelöste Konflikte in der Partnerschaft bezüglich Aufgabenteilung, gegenseitigem Respekt oder Sexualität sind die wichtigsten.

    Wenn auch Sie einen Burnout oder den Rückfall vermeiden können, hören Sie in diesem Podcast.

    Diesen Beitrag können Sie nachlesen auf meinem Persönlichkeits-Blog.

Was wir von der Eintagsfliege lernen können.

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