„Was mache ich mit den ganzen Idioten in meiner Firma?“ fragte der Klient im Coaching.

Narzissten im Coaching sind eine Herausforderung.

Narzissten erkenne ich meist sofort, in den ersten paar Minuten. An ihrer Mimik, der Körpersprache und ihrem Verhalten.

Bei einem 3-h-Coaching betreten sie als Narzisst nicht meinen Praxisraum, sie besetzen ihn.

  • Mit raumgreifenden Schritten steuern sie auf den Sessel zu und lassen sich breitbeinig darin fallen.Oder Sie verrücken gleich mal den Sessel ohne zu fragen, so dass sie mir genau gegenübersitzen.
  • Dann schauen sie mich nicht an, sie mustern mich. Sie wollen wissen, woran sie mit mir sind.Und stellen oft eine Frage nach meiner Kompetenz: „Haben Sie eigentlich Erfahrung mit Vorständen/top-down-issues/Konflikteskalationen …

Da ich nicht gleich in ein Kompetenzgerangel verwickelt werden will, gebe ich meist eine Antwort in Loriot-Manier: „Eigentlich eher weniger …“

Ich mache also das, was Hunde machen, wenn sie die Beißhemmung beim vermeintlich Stärkeren auslösen wollen, ich mache eine Unterwerfungsgeste. Meist hört der Narzisst meine Antwort gar nicht. Ich hätte auch mit „Ja, es regnet“ antworten können, denn das Ganze ist ja Teil eines Manövers, das ich „verschleierte Eröffnung“ nenne.

Der narzisstische Klient braucht Hilfe, weil er mit seinem Latein am Ende ist. Das erlebt er aber als fürchterlich kränkend und peinlich, was durch Herabsetzungsmanöver erstmal verschleiert werden soll.

So war es auch bei meinem Klienten, Tom V., 41 Jahre, Konstrukteur in einer mittelständischen Firma, an der er zu 49 Prozent beteiligt war.

Wie man auch mit so anstrengenden Klienten arbeiten kann, hören Sie in diesem Podcast.

Diesen Beitrag können Sie auf meinem Persönlichkeits-Blog nachlesen.

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