Ohnmacht begleitet unser Leben. Wir müssen lernen, sie zu ertragen.

Über Ohnmacht und die entsprechenden Gefühle zu schreiben, ist riskant. Denn das passt nicht zum Zeitgeist, der eher die unbegrenzte Machbarkeit verherrlicht. Wie gerade die Meldung über genetisch veränderte Babies zeigt. Wir wollen uns nicht ohnmächtig fühlen, sondern phantasieren lieber: „Nichts ist unmöglich!“ oder behaupten tapfer „Geht nicht gibt’s nicht!“

Aber wenn wir ehrlich sind, müssen wir erkennen, dass wir häufiger ohnmächtiger sind als uns lieb ist. Nicht nur angesichts von Naturkatastrophen oder Wetterereignissen. Das alltägliche Leben zeigt uns, wie wenig wir oft ausrichten können:

  • Im Dieselskandal werden Autokäufer jahrelang für dumm verkauft. Und das noch mit kräftiger Unterstützung der eigenen Regierung.
  • Jährliche Konferenzen beschwören den Ernst der drohenden Klimakatastrophe, vor der der Club of Rome seit 50 Jahren warnt. Nur sture Optimisten glauben noch, dass die für ein Überleben notwendigen Klimaziele noch erreicht werden können.
  • Als Radfahrer fühlt man sich ohnmächtig gegenüber rücksichtslosen Autofahrern. Fußgängererleben dasselbe mit rücksichtslosen Radfahrern.

Ohnmacht zu erleben, ist ein scheußliches Gefühl. Denn wir spüren dann, dass wir auf ein Geschehen keinen Einfluss haben. Absolut keine Kontrolle. Niemand will das haben – und trotzdem erleben wir es täglich. Wir retten uns oft daraus, indem wir glauben, dass es ja nicht so sein müsste.

Dass man doch etwas gegen die Klimakatastrophe tun kann. Gegen die Umweltverschmutzung. Gegen das Leid der Tiere in großen Mastfabriken. Gegen die Unterdrückung von Frauen. Gegen die Ausbeutung von Arbeitskräften bei uns in und in anderen Ländern.

Doch auch klimabesorgte Bürger hierzulande, die versuchen, es besser zu machen, sind angesichts der rasanten Entwicklung ohnmächtig. Das Umweltbundesamt rechnet vor, dass wer seinen Lebensstil klimagerechter ändert, oft einer Selbsttäuschung unterliegt. Michael Bilharz vom UBA: „Während die Menschen ‚bio‘ kaufen, weniger Fleisch essen und Fahrrad fahren, unterschätzen sie den CO2-Ausstoß durch ihre Fernreisen, ihre schlecht isolierte Wohnung und ihr Auto. Und das sind leider klimatechnisch die Big Points.“ Hier der ganze Artikel …

Ja, stimmt! Theoretisch könnte man was dagegen tun.

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Wie egoistisch sind Sie?

Im öffentlichen Raum lernt man die egoistische Seite von Menschen schnell kennen:

  • Autofahrer, die auf der Autobahn mit der Lichthupe drängeln.
  • Radfahrer, die sich an keine Verkehrsregeln halten.
  • Bahnreisende, die das ganze Zugabteil an ihrer Handykommunikation teilhaben lassen.
  • Helikoptereltern, die schwungvoll fast über Ihren Fuß ihr Kind bis vor den Schuleingang fahren.
  • Gaffer, die Rettungsarbeiten bei Unfällen behindern und alles filmen wollen.
  • Männer, die im Bus breitbeinig sitzen und andere mit ihrer Lieblingsmusik beschallen.
  • Urlaubsgäste, die um 7 Uhr morgens sich die besten Liegen reservieren.

Gibt es einen gemeinsamen Faktor, der solche antisozialen, rücksichtslosen Verhaltensweisen erklären könnte?

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„Ich fühle mich nirgends zugehörig“, sagte der Jurist im Coaching.

„Auch wenn ich mittendrin bin, gehöre ich nicht dazu“, war der erste Satz meines Coaching-Klienten.

Dieser Satz ließ mich aufhorchen, weil ich vor Jahren mal eine Studie gelesen hatte, wie sehr das mangelnde Gefühl von Zugehörigkeit und Depression miteinander in Verbindung stehen.

„Wie meinen Sie das?“ fragte ich.

„Ich bin Jurist, Einserkandidat, im Iran geboren. Meine Eltern kamen als Gastarbeiter nach Deutschland und wollten mir alles ermöglichen, was hier wichtig ist. Bildung, Aufstieg, Wohlstand. Ich habe das alles geschafft, aber ich weiß nicht wo ich hingehöre.“

Menschen mit diesem Lebensthema fühlen sich häufig fehl am Platz, ziehen sich allgemein schnell zurück. Glauben, dass sie irgendwie anders seien als andere und deswegen eher stören oder eine Belastung sind.

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„Meine Zwangsstörung macht mich fertig!“, gestand die Lehrerin im Coaching.

Eine Fallgeschichte aus meiner Coaching-Werkstatt

Eine Zwangsstörung ist eine häufige, chronische und lang anhaltende psychische Erkrankung, bei der ein Mensch unkontrollierbare, wiederkehrende Gedanken (Obsessionen) und Verhaltensweisen (Zwänge) hat, und den Drang verspürt, sie immer zu wiederholen.

Zwangsgedanken können sein:

  • Angst vor Keimen oder Verunreinigungen
  • Unerwünschte verbotene oder tabuisierte Gedanken, die Sex, Religion und Unfälle betreffen.
  • Aggressive Gedanken gegenüber anderen oder sich selbst.
  • Die Dinge müssen symmetrisch oder in perfekter Ordnung angeordnet werden.

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„Im Aufschieben bin ich Weltmeister!“, grinste der Rechtsanwalt im Coaching.

Aufschieben, neudeutsch  „Prokrastination“ ist ein sehr verbreitetes Problem. Dutzende von Ratgeberbüchern und Blogartikeln zeigen die Not. Doch was steckt eigentlich hinter der Aufschieberitis? Wie so oft ist auch hier das Problem die Lösung. Aber Lösung wofür?

Welchen Sinn hat chronisches Aufschieben? Read more

„Ich kann mich nicht entscheiden“, behauptete die Ärztin im Coaching.

Entscheidungen und das Problem, diese „richtig“ und rechtzeitig zu treffen, gehören zu den häufigsten Anliegen im Coaching. Doch betrachte ich dieses Problem mit Entscheidungen nicht als eine Schwäche des Klienten. Vielmehr ist es seine beste Strategie, um etwas Wichtiges zu vermeiden. Aber was eigentlich?

Man kann sich doch garnicht nicht entscheiden. Read more

„Ich hab alles erreicht!“ schimpfte der Millionär im Coaching.

„Warum bin ich nicht zufrieden?“

Normalerweise kommen Menschen wie Robert F. selten in mein Coaching. Seinen röhrenden Ferrari hörte ich schon beim Einparken. Dann kam er rein, braungebrannt, Goldkette, offenes Hemd, laute Stimme. Für ihn war es auch eine ungewohnte Situation.

Aber ein Freund hatte mich mit den Worten empfohlen: „Das ist zwar auch ein Psycho, aber der arbeitet ganz anders.“ Der Klient begann ohne Umschweife. Ich spürte, dass er gewohnt war, in einer neuen Situation schnell die Kontrolle zu übernehmen. „Als ich von zu Hause auszog, wusste ich nicht, was ich machen wollte. Ich probierte es mit einem BWL-Studium, dann mit Jura – beides nicht mein Fall. Dann hing ich eine Weile in Thailand rum. Alles ganz nett. Kam zurück und arbeitete eine Weile im Vertrieb einer Fondsgesellschaft. Gutes Geld verdient, aber jeden Tag dieselben Gespräche.

Plötzlich war ich 28 und wusste immer noch nicht, was ich mit meinem Leben anfangen wollte. Bis ich einen Anruf von einem Freund aus Ibiza erhielt, der dort einen Jeansladen hatte und Verstärkung brauchte. Ich schaute mir das an, die abwechslungsreiche Arbeit gefiel mir und so stieg ich dort ein.

Jetzt bin ich 44 Jahre, habe eine Kette von Jeansläden, jette in der Welt herum, verdiene genug Geld, arbeite viel. Bin verheiratet und habe zwei süße Kinder. Ich habe eigentlich alles erreicht, was ich mir damals mit 28 Jahren auf Ibiza vorgenommen hatte. Das lockere Leben gefiel mir. Aber ich bin nicht zufrieden.

Ich bin finanziell unabhängig, könnte mich zur Ruhe setzen, aber was mache ich dann? Meine Freunde sagen, ich soll doch mein Leben genießen, aber wie macht man das? Ich weiß, dass ich das schlecht kann. Ich muss immer etwas machen. Ich hab alles erreicht, was ich wollte. Warum bin ich nicht zufrieden?“

Die hedonistische Tretmühle. Read more

Was eine Führungskraft im Coaching über ihr Delegieren herausfand.

„Delegieren traue ich mich einfach nicht. Ich bin gut in meinem Job aber ich kann nicht alles alleine machen. So kann es nicht weitergehen!“ Mit diesem Stoßseufzer betrat die 38jährige Führungskraft, Frau T., meinen Coachingraum. Jurastudium mit Auszeichnung, MBA Uni St. Gallen, jetzt Marketingdirektorin bei einem namhaften Lebensmittelhersteller. Eine 70-Stunden-Woche, ledig, keine Kinder, aber einen Hund, den meistens der Nachbar betreute.

Warum traute sich die Führungskraft nicht zu delegieren? Read more

Wenn das Kriegstrauma der Eltern und Großeltern das eigene Leben belastet.

Auch 73 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs leiden noch viele Menschen unter vielfältigen Traumata. Selbst bei den Kindern der Kriegskinder zeigen sich Symptome wie Einsamkeit, Unsicherheit, Angst und Entwurzelung. Denn die beiden Weltkriege wirken bis heute nach – bei den Überlebenden, Versehrten, Traumatisierten und sogar in der Enkelgeneration, den Kriegsenkeln. Wenige Eltern oder Großeltern haben über ihr Schicksal gesprochen. Viele vom Krieg traumatisierte Erwachsene waren emotional verstummt, haben ihre eigenen schmerzlichen Empfindungen unterdrückt und ihren Kindern und Enkeln seelische Trümmer hinterlassen. Doch nur über die Erinnerung, das Erzählen und Verstehen ist es möglich, die Weitergabe dieser traumatischen Erinnerungen zu unterbrechen.

Wie sich Traumata der Eltern und Großeltern auswirken können. Read more

Wie Sie Ihren Chef besser führen.

1. Wie Sie ein besseres Gespür für Ihren Chef entwickeln.
2. Herauszufinden, wann es günstig ist, Ihre Interessen anzumelden.
3. Zu lernen, wie Sie angemessen Unterstützung von Ihrer Chefin einfordern können.
4. Und was Sie vor allem als Berufseinsteiger und angehende Führungskraft im Umgang mit Ihrem Vorgesetzten wissen müssen.

Leiden Sie auch unter Ihrem Chef? Dann führen Sie ihn zu wenig. Read more

Warum wirksames Coaching am Engpass ansetzen muss.

Warum Ihr unbewusster Engpass Ihr Fortkommen verhindert. Sie kennen das. Obwohl Sie wissen, dass Ihr Verhalten in einer bestimmten Situation nichts bringt oder die Sache noch verschlimmert, fühlen Sie sich nicht in der Lage, es zu ändern. Hören Sie hier, was die Gründe dafür sind.

Warum wirksames Coaching am Engpass ansetzen muss. Warum Ihr unbewusster Engpass Ihr Fortkommen verhindert. Read more

Was AfD-Wähler, Impfgegner und Rechthaber verbindet.

Dass jeder in seiner konstruierten Realität lebt aber meint, dass er sich in der „Wirklichkeit“ befindet, merkt man ja spätestens, wenn man mit AfD-Wählern, Impfgegnern oder beruflichen Rechthabern diskutiert. Jeder weiß Bescheid und ist fast nie von seiner Überzeugung abzubringen. Denn sie glauben ja, dass sie die Wahrheit kennen.

Wir wirklich ist die Wirklichkeit? Eine sagenhafte Geschichte. Read more

Mann-Frau-Kommunikation: Wie Sie zu einer Männerflüsterin werden.

So klappt Ihre Mann-Frau-Kommunikation garantiert streitärmer. Erinnern Sie sich an den Pferdeflüsterer? Dann kam der Babyflüsterer, heute gibt es schon Hundeflüsterer. Warum sind all diese Flüsterer so erfolgreich? Ganz einfach, sie nutzen ihre extrasensorischen Fähigkeit, um sich mit weniger kommunikativen Lebewesen wie eben Pferden, Hunden, Orchideen oder eben Männern mental zu verbinden. (Ich darf das schreiben, weil ich als Mann auch zu dieser Gattung gehöre.)

Werden Sie zu einer erfolgreichen Männerflüsterin! Read more

Warum Empathie wichtig ist und wie Sie sie lernen können.

Was ist Empathie? Es ist die Fähigkeit, die Gefühle eines anderen Menschen zu verstehen und zu teilen. Die Fähigkeit, sich in die Lage anderer hineinzuversetzen und zu versuchen, deren Motive und Gefühle zu verstehen. Fehlt Empathie in Gesprächen führt dies schnell zu verhärteten Fronten oder zum eskalierenden Konflikt. Das kann man in jeder Talkshow beobachten. Weil jeder nur seine Position für richtig hält und die des anderen als „falsch“ entwertet, entsteht kein Gespräch, kein Erkenntnisgewinn. Ihre beruflichen wie auch privaten Beziehungen können sich vertiefen, wenn Sie sich immer wieder in den anderen hinein versetzen können. Dazu müssen Sie nicht derselben Meinung sein. Sondern nur bereit sein, die Welt mit den Augen des anderen zu sehen.

Sind Sie ein Empathiemonster?

Sind Sie ein Empathie-Monster? Read more

Ich weiss nicht, was ich will.

Im Leben keine richtigen Ziele zu haben, kann frustrierend sein. Andere ziehen an einem vorbei, nur Ihnen fehlt die Richtung, in die Sie gehen wollen. Sie spulen die Tage so ab. Sie reagieren mehr auf Umstände und Forderungen von anderen – anstatt Ihr Lebensschiff zu steuern. Vielleicht haben Sie auch schon viele Dinge ausprobiert und nach einer Weile merkten Sie, dass es doch nicht das Richtige ist. Mir ging es genauso, wie Sie hier lesen können. Mit der Zeit bekommt man das Gefühl, dass es vielleicht nichts gibt, was einem lange genug Freude und Zufriedenheit schenkt. Gleichzeitig scheint die Zeit an einem vorbeizurasen, während man sich selbst im Kreis dreht. Was tun?

Machen Sie das 5-Millionen-Euro-Experiment! Read more

Dieses Buch von Jordan Peterson empfehle ich allen frustrierten Männern.

Jordan Peterson hat sich in den letzten Jahren zu einer Art Internet-Berühmtheit entwickelt. Hierzulande kennt ihn kaum jemand, was sich vielleicht bald ändern wird. Der klinische Psychologe war außerhalb seines Fachgebietes bis 2016 relativ unbekannt, als durch ein Fernsehinterview sein Name in aller Munde war. Spätestens wenn sein Buch „12 Rules for Life. An Antidote to Chaos“, das im Januar 2017 rauskam, auf Deutsch übersetzt ist, wird es wohl auch hier heiße Debatten geben. Seitdem hat er eine ganze Reihe überwiegend junger, männlicher Anhänger angezogen, die ihm sehr dankbar sind, dass sie durch ihn ihr Leben wieder in den Griff kriegten. Vor einiger Zeit machte sein Name Schlagzeilen vor allem in den USA, als er von Cathy Newman im Channel 4 interviewt wurde. Denn der Sender hatte danach „Sicherheitsratschläge“ eingeholt, weil die Interviewerin von einer großen Zahl frauenfeindlicher Mails und Drohungen überschwemmt wurde.

Warum Jordan Peterson in den USA eine Vaterfigur für viele junge Männer ist. Read more