DAM 97 Was die Hirnforschung über Belohnungen sagt

Diese 4 Gehirnregionen bestimmen, wie motiviert du bist.

Die Hirnforschung zeigt: Wenn Belohnungen mit dem Erreichen von Zielen verknüpft werden, treten Gewöhnungseffekte auf. Das heißt: Die Wirkung verpufft. Warum das so ist und welche Alternativen es zur Belohnung gibt, darum geht es in der heutigen Folge.

Die wichtigsten Gehirnregionen für Motivation sind das Belohnungs-, das Emotions-, das Erinnerungs- und das Entscheidungssystem. Vielleicht hast Du es auch schon mal bewusst bei Dir wahrgenommen: Allein die Erwartung eines lustvollen Ereignisses genügt und das Gehirn schüttet den Botenstoff Dopamin aus. Dieser setzt eine Kette von Reaktionen in Gang, an deren Ende aus ein Glücksgefühl steht. Der Mensch freut sich, zum Beispiel auf ein gutes Essen, einen schönen Abend mit Freunden oder ein gutes Buch. Und wenn es soweit ist, kommt es zur Ausschüttung von Serotonin, ein Stoff, der beruhigend und befriedigend wirkt und die Erkenntnis bringt: Ich bin glücklich. In diesem Moment ist das Belohnungssystem aktiv und ein Zustand tritt ein, den der Mensch am liebsten für immer behalten würde.

In vielen Bereichen des Lebens haben wir erkannt, dass das Belohungssystem ein wichtiger Entstehungsort für Leistung ist: Von der Kindererziehung über sportliche Wettkämpfe bis zur Mitarbeiterführung  in Unternehmen. Doch das Belohnungssystem hat einen Haken: Die Gewohnheit.